Floriansfest


„Helfen in der Not ist unser Gebot“ - Floriansfest mit Gottesdienst und Ehrungen


25. April 2026

Mit einem Kirchenzug vom Steinacher Schloss zur Pfarrkirche begann am Samstag, 25. April 2026 das Floriansfest der Steinacher Feuerwehr. Pfarrer Christof Hagedorn zelebrierte den Gottesdienst, der von der Gredbengmusik begleitet wurde. Am Friedhofskreuz gedachte man der verstorbenen Kameraden und legte eine Blumenschale nieder.

Zurück im Schlosshof und Schlossgaststätte stellte Kommandant Tobias Schweiger seine Ansprache ganz in die Zeichen von Dank und Zusammenhalt. Er hob besonders die hervorragende Zusammenarbeit innerhalb der Feuerwehr sowie mit der Vorstandschaft hervor. Ebenso betonte er die große Bedeutung der örtlichen Unternehmen und zahlreicher privater Unterstützer, ohne deren finanzielle und materielle Hilfe viele Anschaffungen und Aktivitäten nicht möglich wären. Mit Stolz verwies Schweiger auf das hohe Ansehen der Feuerwehr, das weit über die Gemeindegrenzen hinausreiche. Gleichzeitig unterstrich er, dass dieser Erfolg vor allem auf dem Engagement der aktiven Mitglieder beruhe. Sein Dank galt daher allen Feuerwehrdienstleistenden, die einen großen Teil ihrer Freizeit für Übungen, Einsätze und Ausbildungen investieren und so das Rückgrat der Organisation bilden. Schweiger und sein Stellvertreter Stefan Sauerborn ehrten Manfred Schreiner für 30 Jahre aktiven Dienst.

Die Feuerwehr mit zweiten Vorsitzenden Franz Holmer jun. bedankte sich bei Manfred Schreiner und Manfred Albrecht (30 Jahre), Alois Eich sen.

und Josef Berl (50 Jahre) sowie bei Josef Früchtl und Hermann Schwanzer (60 Jahre) für ihre Vereinstreue mit Vorsitzenden Andreas Foidl v.l.

 

 Staatliche Auszeichnungen werden für langjährige aktive Mitgliedschaft bei Freiwilligen Feuerwehren verliehen.

Pfarrer Christof Hagedorn, Kommandant Tobias Schweiger, stellvertretender Kommandant Stefan Sauerborn

gratulierten Lambert Aumer, Erwin Berger, Wolfgang Simmel, Fabian Leibl und Thomas Bäldle. Stellvertretende Landrätin

Barbara Unger, KBM Klaus Kerscher und KBR Markus Weber überreichten die Auszeichnungen v.l.

 

Im Rahmen der staatlichen Ehrungen beim Floriansfest würdigte die stellvertretende Landrätin Barbara Unger das langjährige Engagement der geehrten Feuerwehrmitglieder. In ihren Worten betonte Unger, dass die Auszeichnungen für 25- und 40-jährige Dienstzeit mehr als verdient seien. Die Geehrten hätten über Jahrzehnte hinweg Dienst am Nächsten geleistet – freiwillig, zuverlässig und oft unter Zurückstellung eigener Interessen. Dieses Engagement im Ehrenamt bezeichnete sie als eine besondere Form der „Bürgerinitiative“, die für das Gemeinwohl unverzichtbar sei. Für die Bevölkerung sei es daher ein beruhigendes Gefühl zu wissen, dass jederzeit eine gut ausgestattete und leistungsfähige Feuerwehr einsatzbereit ist. Abschließend nutzte Unger die Gelegenheit, um den Feuerwehrangehörigen ihren Dank auszusprechen und der Wehr für die Zukunft alles Gute zu wünschen. Gemeinsam mit Kreisbrandrat Markus Weber und Kreisbrandmeister Klaus Kerscher zeichnete sie für 40 Jahre Dienstzeit Erwin Berger mit dem Ehrenzeichen in Gold aus. Zusätzlich zur Auszeichnung erhielt Berger eine Woche im Feuerwehrerholungsheim in Bayerisch Gmain. Das Ehrenzeichen in Silber für 25 Jahre aktiven Dienst erhielten Fabian Leibl, Wolfgang Simmel, Lambert Aumer und Thomas Bäldle.

Im Anschluss an die staatlichen Ehrungen richtete Kreisbrandrat Markus Weber sein Grußwort an die Anwesenden und stellte dabei den Dank für das langjährige ehrenamtliche Engagement der Feuerwehrdienstleistenden in den Mittelpunkt. Er würdigte die große Einsatzbereitschaft der Geehrten, die über 25 beziehungsweise 40 Jahre hinweg Verantwortung übernommen und einen wichtigen Beitrag für die Sicherheit der Bevölkerung geleistet haben. Weber verwies auch auf den gut besuchten Gedenkgottesdienst und betonte, dass dies ein Zeichen dafür sei, wie wichtig neben der fachlichen auch die geistliche Unterstützung für die Feuerwehr sei. Der Dienst bringe nicht nur viele schöne und kameradschaftliche Momente mit sich, sondern konfrontiere die Einsatzkräfte immer wieder auch mit belastenden und traurigen Situationen – insbesondere bei Einsätzen, bei denen es um Leben und Tod gehe. Abschließend erinnerte er an den Leitspruch der Feuerwehr „Helfen in der Not ist unser Gebot“, der das Selbstverständnis und die Motivation der Einsatzkräfte eindrucksvoll zum Ausdruck bringe.

Vorsitzender Andreas Foidl würdigte den engagierten Einsatz der Feuerwehrdienstleistenden und betonte die große Bedeutung von Kameradschaft und Zusammenhalt. Ohne die Feuerwehr, so machte er deutlich, wäre ein funktionierendes Dorfleben kaum vorstellbar. Besonders positiv stellte er das gute Miteinander innerhalb der Wehr sowie die enge Zusammenarbeit mit den Nachbarkameraden aus Münster heraus. Gemeinsame Übungen und Aktivitäten würden nicht nur die Einsatzbereitschaft stärken, sondern auch den Gemeinschaftssinn fördern. Insgesamt zeigte sich Foidl zufrieden mit der Entwicklung der Feuerwehr: „Der Laden läuft“, so seine sinngemäße Feststellung. Bewusst konzentriere man sich auf die eigentliche Aufgabe und verzichte weitgehend auf öffentliche Selbstdarstellung, um stattdessen verlässlich seinen Dienst zu leisten. Ein besonderer Dank galt den beiden Kommandanten, die mit großem persönlichen Einsatz für Struktur, Ruhe und Verlässlichkeit im aktiven Dienst sorgen. Ebenso richtete Foidl seinen Dank an die Familien der Feuerwehrangehörigen, die den ehrenamtlichen Einsatz mittragen und unterstützen.

 

Abschließend dankte es zusammen mit 2. Vorsitzenden Franz Holmer jun. insgesamt 19 Mitglieder für ihre langjährige Treue zur Feuerwehr – zwischen 30 und 60 Jahren. 60 Jahre Mitglied bei der Steinacher Feuerwehr sind Josef Früchtl und Hermann Schwanzer. Bereits seit 50 Jahren gehören Josef Kern, Rupert Leibl, Karl Simmel, Josef Berl, Xaver Brandl, Alois Eich sen. und Michael Rothamer der Feuerwehr an. 40 Mitgliedsjahre haben Peter Busl, Martin Röckl, Franz Bogenberger und Christian Fischer. Auf 30 Jahre Mitgliedschaft können Andreas Fischer, Wolfgang Hübel, Rudi Pfeffer, Manfred Albrecht, Manfred Schreiner und Martin Haberl zurückblicken.

Text und Bilder: Gerhard Heinl