dafür setzen wir uns ein

Es gibt viele Leitsätze die den Feuerwehrdienst. Der älteste und wohl wichtigste für einen Feuerwehr Kammeraden ist: "Gott zu Ehr, dem Nächsten zur Wehr" oder etwas moderner "Helfen in Not ist unser Gebot". Um diesen Leitsatz auch leben zu können brauchen wir ehrenamtliche Helfer und motivierte Jugendliche, die sich dieser Aufgabe stellen. Feuerwehr ist Technik zum Anfassen, gelebte Kameradschaft und Teamgeist. Der Einzelne allein kann nur wenig bewirken, aber im Team und mit anderen Feuerwehren zusammen sind die Feuerwehren eine unschlagbare Hilfsorganisation. "Retten - Löschen - Bergen - Schützen". 

Unsere Aktivitäten in der Gemeinde:

  • Abwehrender Brandschutz
  • Technische Hilfeleistung auch auf der Bundestraße B20 sowie Autobahn A3 (zugewiesener Bereich)
  • Katastrophenschutz (gem. Alarmplan Landratsamt)
  • Nachbarschaftshilfe in den angrenzenden Gemeinden
  • Teilnahme an gemeindlichen Aktivitäten

unsere Aktivitäten 2021


Festbraut zum Gründungsfest gefunden

Julia Heisinger sagte „Ja“

Bild links: Die Vorsitzenden Andreas Foidl und Franz Holmer jun. trugen ihre Bitte knieend vor.

 

Bild rechts: Nachdem die Mitglieder des Festausschusses einige Aufgaben erfüllt hatten, sagte Julia Heisinger zu das Ehrenamt als Festbraut beim Gründungsfest zu übernehmen.


Die Festlichkeiten zur 150-Jahr-Feier der Freiwilligen Feuerwehr Steinach stehen zwar erst im kommenden Jahr an, die ersten Mosaiksteine sind aber dafür bereits gelegt worden. Zu jedem Gründungsfest gehört eine Festbraut mit dazu. Am Freitag, 17. September 2021 in den frühen Abendstunden zog die Vorstandschaft, Festausschuss mit Fahne, Fahnenbegleiterinnen, Festdamen und Mitgliedern unter musikalischer Begleitung von Larifari zu Julia Heisinger aus Hoerabach, um diese zur Übernahme dieses Ehrenamtes zu bitten.

Am Ziel hatten es die Bittsteller nicht so leicht, denn für sie war etwas vorbereitet. Im Hof des Anwesens Heisinger war ein Holzbalken aufgebaut. So musste die beiden Vorsitzenden Andreas Foidl und Franz Holmer jun. die Bitte um Übernahme des Amtes der Festbraut kniend aussprechen.

„A Festbraut hättma no gern, hoffantlich duad des heid wos wern. A prima Festbraut solls sei, de guad bast in unser Feierwehr nei. Aus dem Grund sand wir heid do, geh Julia, sog zu dem Amt einfach Ja!“, so die beiden Vorsitzenden.

Doch das „Ja“ ließ auf sich warten. Zunächst mussten die Mitglieder des Festausschusses und Vorstandschaft einige Aufgaben erfüllen. Geschicklichkeit, Kreativität und Wissen waren bei den Aufgaben die Julia Heisinger und die Festdamen stellten gefragt. Erst nachdem diese Herausforderungen gemeistert waren sagte Julia Heisinger zur Erleichterung der Feuerwehr zu.

Gemeinsam mit der Familie Heisinger und den Gästen darunter Bürgermeisterin Christine Hammerschick, 2. Bürgermeister Martin Haberl, Pfarrer Christof Hagedorn sowie Ehrenkommandant Martin Maschke feierte man auf dem Anwesen die Zusage. Die Vorsitzenden bedankten sich für das Engagement der Familie Heisinger und überreichten an Claudia Heisinger und Christa Heisinger einen Blumenstrauß. Die Blaskapelle Larifari spielte in der geschmückten Halle zünftig auf und ein weiterer Mosaikstein des Gründungsfestet konnte hinzugefügt werden.

Text und Fotos: Gerhard Heinl


Segen für die Fahrzeuge der Zukunft

Versorgungs-LKW und Mannschaftstransportwagen – 331000 Euro Investition der Gemeinde

Die FFW Steinach kann sich glücklich schätzen zwei solche Fahrzeuge bekommen zu haben. 

v.l. 2. Vorsitzender Franz Holmer jun., 2. Kommandant Tobias Schweiger, stellvertretender Landrat Andreas Aichinger, Kommandant Jürgen Reimann, KBI Markus Huber, KBR Albert Uttendorfer und 1. Vorsitzender Andreas Foidl

Die FFW Steinach erhielt 2020 zwei neue Fahrzeuge: einen Mannschaftstransporter und einen Versorgungslastwagen. Nach über einem Jahr im Einsatz konnte nun die Segnung der beiden neuen Feuerwehrfahrzeuge der FFW Steinach durchgeführt werden. Die Coronapandemie machte der Segnung einen Strich durch die Rechnung.

Die Mitglieder der Feuerwehr Steinach trafen sich zu einem Gottesdienst am Samstag, 25. September 2021 in der Pfarrkirche Steinach. Anschließend segnete Pfarrer Christof Hagedorn die geschmückten Fahrzeuge vor der Pfarrkirche. Mit der Kapelle Larifari zog die Feuerwehr durchs Dorf zum Feuerwehrhaus. 331.000 Euro investierte die Gemeinde in die beiden Fahrzeuge.

 

Kommandant Jürgen Reimann erinnerte im Feuerwehrhaus an den Wunsch nach einem neuen Fahrzeug, über die Besprechungen, Genehmigung der Gemeinde, Ausschreibung und Auslieferung. Unter dem Motto: Fahrzeuge für die Zukunft mit der Technik von Heute und Morgen zum Gebrauch für die nächsten 30 Jahre. Kommandant Jürgen Reimann stellte fest, dass dies mit dem Versorgungs-Lkw‘s und Mannschaftstransportwagen nun gelungen ist. Die FFW Steinach habe zwei hervorragende Fahrzeuge bekommen, welche über die Landkreisgrenzen hinaus Interesse und Begehren erzeugt haben. Keine Selbstverständlichkeit in den Tagen klammer Gemeindekassen. Ein weiterer Punkt der zu bewältigen war, umfasst den Anbau an das Feuerwehrhaus. Aus zwei mach drei Fahrzeuge hatte zur Folge, dass ein Stellplatz fehlte. Nach Gesprächen mit dem ASV Steinach und dem damaligen Bürgermeister Karl Mühlbauer wurde eine vertretbare Lösung gefunden. Mit den Bauleitern Detlev Schneider und Franz Holmer jun. wurde der Neubau geplant und gestartet. Mit mehr als 800 Arbeitsstunden und Zuschüssen vom Feuerwehrverein, der mit über 30.000 Euro in den letzten fünf Jahren zu beziffern ist, habe die FFW Steinach bewiesen, was Ehrenamt leisten kann. Kommandant Jürgen Reimann wünschte allen unfallfreie und verletzungsfrei Einsatzfahrten mit den neuen Fahrzeugen zum Wohle der Mitbürger.

 

KBR Albert Uttendorfer erinnerte an den letzten schweren Unfall auf der Bundesstraße B20. Hier habe die FFW Steinach mit maximalem Kraftaufwand einen schwerverletzten aus seinem Fahrzeug befreit. Der Verunglückte ist fast wieder genesen und möchte sich wieder sportlich betätigen. Dies zeige wie wichtig schnelle und fachlich qualifizierte Feuerwehrarbeit ist. Sein Dank galt der Gemeinde Steinach für die Unterstützung der Feuerwehr. Für die beiden neuen Fahrzeuge überreichte er je eine Christophorus Medaille aus Brixen.

 

Der zweite Bürgermeister der Gemeinde Steinach Martin Haberl schilderte eine fiktive Einsatzsituation. Ohne darüber nachzudenken, dass der nächste Tag ein normaler Werktag ist und die Verpflichtungen, die Beruf und Familie mit sich bringen, meistens keine Rücksicht auf den freiwilligen Dienst nehmen, dauert es nur wenige Minuten, bis die Rolltore des Feuerwehrhauses den Weg für das erste Fahrzeug, das LF16 mit dem Rufnamen Florian Steinach 40/1, frei machen und dieses vollbesetzt in einen ungewissen Einsatz startet. Für die Freiwillige Feuerwehr ist weder Tag noch Stunde bekannt, wann die Sirene oder Piepser erneut den freiwilligen Dienst an der Gesellschaft im Straßenverkehr, ob bei Bränden oder bei weiteren technischen Hilfeleistungen wie vollgelaufenen Kellern einfordert. Die Aufgabe einer Gemeinde ist es, den Aktiven die nötige Ausstattung zur Verfügung zu stellen, die Sie für Ihren Dienst an der Gesellschaft benötigen. Neben der persönlichen Schutzausrüstung seien dies auch Fahrzeuge, von denen heute zwei gesegnet wurden.

331.000 Euro investierte die Gemeinde Steinach in die beiden Fahrzeuge. Der Freistaat Bayern unterstützte die Anschaffung mit 49.500 Euro und der Landkreis gab für den Versorgungslastkraftwagen einen Zuschuss von 12.300 Euro. 

 

Der stellvertretende Landrat Andreas Aichinger hab das Ehrenamt hervor. Ohne Ehrenamt könnten viele Aufgaben nicht bewältigt werden. Die freiwilligen Feuerwehren tragen hierzu einen großen Teil dazu bei. 

 

Pfarrer Christof Hagedorn würdigte das Ehrenamt und bot an, als Notfallseelsorger die Einsatzkräfte bei Bedarf zu unterstützen.

 

Bei einem gemütlichen Abend im Feuerwehrhaus klang die Fahrzeugsegnung aus.

Text und Fotos: Gerhard Heinl


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